Unterwegs

Zoom: In 80 Minuten um die Welt – oder so ähnlich

27. Februar 2017
zoom erlebniswelt löwen schlafen

Und es hat Zoom gemacht

In 80 Minuten um die Welt

So oder so ähnlich könnte der Titel unseres Besuches im Gelsenkirchener Zoo »Zoom Erlebniswelt« lauten. Als Untertitel müsste man der Richtigkeit halber allerdings gestehen, dass die Reise um die Kontinente mit einem dreijährigen Kind gut doppelt und dreifach so lange dauert. Wenn man es noch genauer nehmen würde, dann müsste man auch zugeben, dass wir von einer abgespeckten Weltreise reden. Genaugenommen: Wir reden von 3 (Teil-)Kontinenten in 4 Stunden.

Afrika

Die Expedition durch Afrika führt uns durch verschiedene Savannen und durch den Regenwald, an Lehm und Holzhütten vorbei. Wäre es nur ein bisschen wärmer gewesen, hätte ich mir womöglich eingebildet, dass ich wirklich in Afrika sei.

Zoom Gelsenkirchen Afrika Dosenwand

Ich bau dir ein Haus aus Getränkedosen.

Es kommt schnell ein Gefühl von »Mittendrin statt nur dabei« auf: Die weitläufigen Gehege sind nur dezent eingezäunt und lassen sich von vielen Seiten einsehen. Bei unserer Rast an einem Picknickplatz saßen wir zum Beispiel, nur durch ein kleines Bächlein getrennt, bei den Giraffen und aßen mit ihnen um die Wette.

Hohe Zäune gibt es auch an anderen Gehegen nicht. »Pavian City« liegt abgesenkt an Wegen und Brücken. Hier kann man leicht einen Blick auf die verspielten Äffchen werfen. Paviane rennen übrigens gerne ziellos durch die Gegend oder vermöbeln sich. Ich habe es genau gesehen!

pavian city afrika zoom gelsenkirchen

Die City-Trilogie: New York City, Gotham City und Pavian City

Apropos Affen

Schimpansen sind Frostbeulen. Die haben sich lieber im Inneren ihres Geheges aufgehalten und sich in alter Tarzan-Manier von einer Plattform auf die nächste geschaukelt. Mama Schimpanse vollzog sogar kleine Kunststücke am Seil, während das Kleine sich an sie klammerte.

schimpansen affen zoom erlebniswelt

Ich habe die Katja Burkard im Ohr, wenn ich das Bild betrachte: „So sssüß!“

Ganz so agil waren die Löwen nicht: Die lagen nur auf ihrer faulen Haut und erntertainten uns wenig. Ich erntete nur einen verschlafenen Blick als ich, durch eine Glasscheibe getrennt, wenige Meter von den Tieren in die Knie ging und ein paar Fotos schoss. Allerdings hätte ich mir wahrscheinlich in die Buchse gemacht, hätten sich die Löwen bei meinem Anblick schnell aufgerichtet und gierig geglotzt. Man weiß ja nie… Dann lieber schlafende Löwen!

zoom erlebniswelt löwen schlafen

Schlafende Löwen soll man nicht wecken!

Ein Highlight in der Zoom Erlebniswelt ist die »Lemureninsel«: Diese Affenart läuft hier frei herum und darf von den Besuchern gestreichelt und auf den Arm genommen werden. Nur einstecken und mitnehmen durfte man sie leider nicht!

lemureninsel zoom gelsenkirchen

Lecker Mensch! Ein Lemur leckt -nicht sich- die Finger

Klappe zu, Affe tot? Aber nicht doch!

Was ist besser als drei Arten von Affen? Genau! Vier Arten von Affen. Ich hoffe, es fragt mich niemand, wie diese Art heißt. Ich würde sie wahrscheinlich „Rotschwanzaffe“ oder „Grumpy Ape“ nennen.

affe zoom erlebniswelt

Proudly presenting: Affenart Nummer 4

Alaska

Weiter ging unsere Reise nach Alaska. Ja, ich weiß, dass Alaska kein Kontinent ist!
Auch auf unserer Expedition durch Alaska, fällt uns die liebevolle Szenerie auf: Die Hütten sind – natürlich – aus Baumstämmen gezimmert. Wenn Alaska eines im Überfluss hat, dann ganz sicher Bäume.

baumstamm haus alaska zoom gelsenkirchen

Man sieht das Haus vor lauter Bäumen nicht!

Am Wegesrand wird theatralisch vor den wilden Tieren gewarnt. Eines ist ja wohl klar: Wer viel Wald hat, hat auch viele (wilde) Tiere! Bären und so. Darf man ruhig mal drauf hinweisen, finde ich!

warning restricted wildlife area

In Deutschland ist die »Warnung vor dem Hund« der Standard. In Alaska warnt man vor wilden Tieren.

Als ob ich es geahnt habe: Ein paar Schritte nach dem Warnschild tappen wir den Bären in die Falle. In dem großen Gehege planen die Braunbären gerade ihre Weltherrschaft. Während der erste noch an der besten Knotentechnik für Fallen feilt, gräbt der zweite schon die Grube aus.

Oben rechts, unten links, hinten durch – Gut, dass ich den Grundkurs für Fischereiknoten besucht habe!

braunbär zoom erlebniswelt gelsenkirchen

Wer anderen eine Grube gräbt…

Die Flucht in die Robbenstation war unsere Rettung! Die unterirdischen, gläsernen Gänge führen direkt durch das Becken der Tiere. »Mittendrin statt nur dabei« fühlte sich nie wahrer an. Hier stehen wir also mitten im Robbenbecken und beobachten durch das fast klare Wasser die Seehunde bei ihren Tauchgängen. Sehr sympathische Tiere (und nebenbei bemerkt: Ich habe keinerlei Stricke oder Gruben bemerkt! Die Robben schwimmen einfach hin- und her und freuen sich ihres Lebens).

Asien

Weiter ging es nach Asien: Direkt am Eingang dieses Kontinents steht eine pompöse Pagode, in der sich ein Süßigkeitenparadies verbirgt. Zur Einstimmung habe ich mir eine Weingummi-Chilli gekauft, die wirklich (und wenn ich sage »wirklich«, dann meine ich auch wirklich!) scharf war.

Ich habe noch Feuer gespeit und sämtliche Drachenstatuen, die sich im asiatischen Bereich am Wegesrand befinden, in den Schatten gestellt. Wie in Afrika und Alaska, besticht auch Asien durch die typische Szenerie.

rikscha asien zoom gelsenkirchen

Eine Rikscha ohne Fahrer ist keine Rikscha!

Durch große Glasscheiben kann man im Zoom übrigens die asiatischen Tiger beobachten. Ich finde es ja immer wieder beeindruckend, mit welcher Eleganz diese Tiere durch ihr Gehege stolzieren. Ich finde, Tiger strahlen Ruhe und Gefährlichkeit in Einem aus. Natürlich besonders dann, wenn sie gemütlich auf einen zukommen.

tiger asien zoom

Imposant: Der Tiger lief direkt auf mich zu.

Auch in Asien scheinen Affen ein großes Thema zu sein: Immerhin gibt es auch in Asien ein großes Affenhaus. Eines verrate ich euch aber trotz des penetranten Teilens von Affenbildern: Ein Spezialist bin ich nicht. Auch von dieser Art kenne ich den Namen nicht.

Affe Zoom Asien

Ein Seiltänzer ist gegen dieses Äffchen nichts: Das sitzt chillig auf dem Seil, mani- und pedikürt sich die Nägel und kommt nicht einmal ins Schwanken

In 80 Minuten um die Welt

… und um einige Affenbilder reicher!
Es war ein toller Tag mit schönen Eindrücken. Diese waren so beeindruckend, dass der Sohnemann tagelang von nichts anderem sprach. Und gestern, an Rosenmontag, verkleidete er sich als gemütlicher Tiger.

4 Kommentare

  • Antworten Fabulatoria 1. März 2017 at 7:59

    Ich mag deine Affenbilder <3 Und da fällt mir ein, dass ich unsere Bilder vom Besuch der Zoom im September noch gar nicht gesichtet habe. Aber ich sag dir auch ohne kleines Kind kann man locker 6 Stunden in der Zoom verbringen. (Je 2 pro "Kontinent") Danke fürs mitnehmen.

    Liebe Grüße, Carmen

  • Antworten Haydee 2. März 2017 at 17:20

    Grumpy Ape sieht aber ziemlich flauschig aus – das ist ja auch was. Ich mochte ja die Giraffen. Die laufen immer so elegant….. 🙂

  • Antworten michaela 3. März 2017 at 11:11

    ich war mal im Hochsommer in Afrika …. 35 ° und die Kinder wollten Eis …. die Wespen auch und kein Schatten für mich …. Hätte ich an dem Tag Augen für die Tiere gehabt… Danke das ich wenigstens hier schauen konnte 😉

    Lg
    michaela

  • Antworten Daniella 28. März 2017 at 11:39

    Oh wow das sieht echt toll aus!! Eine super Idee mit den Kontinenten und schön dass die Tiere mehr Platz haben als in so manch andren Zoo. Schade dass es so weit weg ist sonst würden wir da sicher auch mal hingehen.
    Knutschkugel Dani

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