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Neu: Anfang

9. März 2016
Neuanfang: Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Mein FTP-Programm hat mich noch nicht einmal gefragt, ob ich sicher sei.
„Sind Sie sich sicher, dass sie die gesamten Einträge der letzten 10 Jahre löschen möchten?“.

Klappe zu, Affe tot.

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Es ist DER Neuanfang.
Der Neuanfang mit einem besseren System, besserer Optimierung und -hoffentlich- besseren Einträgen.

Ich habe mich weiterentwickelt.

Und ich weiß:
Eine (Neu-)Entwicklung kann nur stattfinden, wenn man Altes zurücklässt.

Vor einigen Jahren sagte mein damaliger Dozent:

Fortschritt bedeutet (Weiter-)Entwicklung.

Wir müssen uns weiterentwickeln.
Wir müssen besser werden als früher und
wir müssen schlauer werden als früher.

Wenn wir nicht besser oder schlauer werden als unsere vorherigen Generationen,
kann sich die Welt nicht weiterentwickeln.

Er erklärte es ganz lapidar:

Stellt euch vor, ihr seid Autobauer.
Alles, was ihr könnt, habt ihr von den Generationen vor euch gelernt.
Ihr habt eine Platte und vier Räder. Fertig.
Dass man das Auto schieben muss, ist fast egal: Man kennt es ja so. So hat man es gelernt.
Wenn man an dieser Stelle nicht weiterdenkt und nach weiteren Lösungen sucht, wird man auch in 1000 Jahren noch Auto aus Platten und Rädern bauen.

Es muss jemand kommen, der weiterdenkt.
Es muss jemand kommen, der es besser macht.

Und so ist es mit allen Dingen auf dieser Welt.
Wenn wir nur das Wissen unserer Eltern und Elternseltern erlangen,
kann das Wissen nicht wachsen und die Welt könne sich nicht weiterentwickeln.

Ich weiß noch, dass mich das damals unter Druck gesetzt hat:
Was, wenn ich nicht so schlau bin, dass ich aktiv an einer Weiterentwicklung teilhaben kann?
Was, wenn alles, was ich lernen und leisten kann, bevor ich ablebe, eben jenes ist, was ein blinder 80jähriger Mann in Timbuktu schon mit links kann?

Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass mich die Worte meines Dozenten nachhaltig haben nachdenken lassen.
Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich:

Sie haben Recht, verdammte Axt!

Und auf einmal ist es nicht mehr so schlimm, dass die Arbeit von 10 Jahren ihre Existenzberechtigung nur noch in der Wayback-Machine findet.

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6 Kommentare

  • Antworten Michel 9. März 2016 at 18:57

    Hallo Heidi!

    • Antworten Heidi 10. März 2016 at 11:20

      Mensch, Michel…
      Stalkst du mich?

      ;D

  • Antworten Dani 10. März 2016 at 15:10

    Wow dass ist echt mutig! 10 Jahre sind lang aber manchmal muss dass einfach sein und ich wünsche dir viel Freude beim Neuanfang! Gruß Dani

    • Antworten Heidi 10. März 2016 at 15:25

      Hoppla. Jetzt bin ich ein bisschen überrascht…
      Nicht nur, weil ich dachte, ich setze „mal eben im Geheimen“ einen WordPress-Blog auf, an dem ich ein bisschen spielen kann, bevor ich die „neue“ Adresse weitergebe, nein… Viel mehr auch über deinen lieben Kontakt und deinen lieben Kommentar!
      Vielen Dank, liebe Dani!

  • Antworten Fabulatoria 10. März 2016 at 19:20

    Ich kann mir das nicht so recht vorstellen die letzten 10 Jahre blogtechnisch hinter mir zu lassen. Aber es befreit alten Balast los zu sein. Also freue ich mich einfach auf die Dinge die da kommen mögen ;o)

    Liebe Grüße, Carmen

  • Antworten Haydee 11. März 2016 at 11:59

    Hui, alles so neu hier. Ich bin gespannt. Jetzt muss ich aber auch mal bald aus dem Winterschlaf aufwachen.. menno…. LG

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