Don´t interrupt me - I´m talking to myself

Abra Barbra Inky Pinky Song

12. Mai 2013
Dein Song!

Auf Go Barbra könnt ihr euch euren Wunschtext in eine der angebotenen 7 Sprachen vorsingen lassen.
Wer Englisch spricht ist hier klar im Vorteil. Unter den 13 Sängern, die der englischen Sprache mächtig sind, sind auch die Chipmunks.
Auf Deutsch singen euch “nur” Marlene oder Hans vor. Das schmälert diesen außergewöhnlichen Ohrenschmaus hingegen wenig.

Mein Abra-Ka-Barbra Song


Entschuldigung, Sie haben eine Störung!

3. Mai 2013

Ich höre die Bahn einfahren und renne die Treppen zum Gleis hoch. Jeder Staffelläufer wäre vor Neid erblasst. Statt popeligen Staffelhölzern laufe ich nämlich mit vollbepackten Tüten – und erwische die Bahn! Von wegen “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!”. Muhahaha!
Innerlich lauthals lachend, lasse ich mich im Gang zwischen dem Fahrradabteil und den Sitzecken auf dem Sims nieder. Es ist nicht bequem – aber… ich bitte euch. Für die paar Minuten zwischen Bochum und Essen langt`s allemal.

Ein Knacken und Rauschen unterbricht die allgemein glückselige Stimmung mit der Vorfreude auf ein sonniges Wochenende. Der Lokführer kündigt eine Verzögerung von 30 Minuten an. Der Grund dafür sei eine Streckensperrung, weil sich Menschen auf den Gleisen befänden.
“Ausgefuchst”, denke ich. Während man sich sonst nur mit “Wir haben eine Verspätung von xx Minuten” herausredet, wird uns hier und heute ein Schuldiger genannt. Und der ist diesmal nicht die Deutsche Bahn.

“Überfahren! Einfach überfahren!” fordert ein resoluter Mann, während sich der Großteil der Fahrgäste in einem Singsang von Raunen, Meckern und Telefonieren verliert.

Ein Kleinkind heult sich vor Langeweile so in Rage, dass es durstig wird und seinen Saft trinkt. Dann fällt dem Kind ein, dass es immer noch Langeweile hat und der Kreislauf beginnt von vorn. Das Spielchen geht so lange gut bis, ihr ahnt es, der Saft leer ist. Mit jeder Wiederholung des Satzes “Der Saft ist jetzt leer. Du musst nun warten, bis wir in Essen sind.” und jeder Wiederholung des zu einer hässlichen Fratze geformten Gesichtes des heulenden Kindes, verliert die Mutter immer mehr die Geduld, bis sie entnervt murmelt “Tja. Der Saft zaubert sich aber nunmal nicht von allein wieder voll!”. In Gedanken, setze ich ein “,Chantal!!!” hinzu und denke, dass kleine Kinder doch echt doof sind. Die glauben noch an Zauberer.

So langsam wird es wirklich unbequem im Gang. Hätte ich gewusst, dass ich hier länger verweilen muss, hätte ich mir ein Sitzkissen mitgenommen.

Ein Mann mit Cowboyhut, an dem lustige Federn baumeln, hämmert gegen das WC. Einfach nur, damit er sich mal setzen kann, sagt er. Ich vermute, dass sich zwischen den lustigen Federn das dazugehörige Nest mit den Kükeneiern versteckt. Wahrscheinlich ist er der Einzige, der schon längst geschnallt hat, dass hier überhaupt nichts mehr geht und versucht nun hier sesshaft zu werden und seine Vogelbabys hier auszubrüten.

Eine Frau mit Baby im Arm fängt an zu weinen, als die erneute Durchsage kommt, dass der Zug noch weitere 15 min stehen muss. Dann ruft sie jemanden an, den sie anschließend die ganze Zeit anmault, weil es nicht weitergeht. Vermutlich hat sie die geheime Nummer des ÖPNV-Gottes. Anders ergäbe diese Situation keinen Sinn.

Der Gang wird nicht bequemer. Leider habe ich kein Nadel-und-Faden Notfallkit dabei, sonst hätte ich mir aus dem gerade erstandenen Trockentüchern und den Federn aus dem Cowboyhut eine prima Sitzunterlage nähen können.

Weiter hinten ertönt der Klingelton “The Final Countdown”. Der coole Kerl geht nicht ans Telefon, damit wir alle in den Genuss der Musik kommen und uns ausmalen können, wer von uns als erstes Amok laufen und wem zuerst an die Gurgel springen könnte. Mit Hintergrundmusik fantasiert es sich einfach besser.

Ein anderer Typ ruft bei seiner Perle an. Das weiß ich, weil er es vorher lauthals mit den Worten “Isch rufä jetz meine Perle an!” ankündigt. Offensichtlich sind wir jetzt seine Freunde. Wahrscheinlich hat es niemand zuvor so lange mit ihm in einem Raum ausgehalten.
Ich weiß nur eines: Der Kerl steht ganz oben auf meiner Liste!
Die Perle geht ran und gähnt. Das widerrum weiß ich, weil unser neuer Freund lästert: “Die hat noch gepennt!” und mit einer Mischung aus Schweinegrunzen und Gorillabrunftschreien lacht. Niemand lacht mit ihm.

Dafür fallen sich die Fahrgäste vor Glück fast in die Arme, als die Bahn langsam anfährt.
Mit 50 Minuten Verspätung geht es endlich ins Wochenende.

Wofür bin ich eigentlich gerannt?

minus78 fährt Bahn
Modisch mal wieder gaaaaaanz vorne mit dabei


Immer schön sauber bleiben!

2. Mai 2013

… und zwar ganz individuell mit deinem selbstdesignten Seifenspender.

Rossmann macht es mit seinem Produktdesigner möglich. Hier könnt ihr das Etikett verschiedener Pflegeprodukte selber gestalten.
Ob Farbe, Form oder Fotos: Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Seifenspender in meinem Design

Screenshot Seifengenerator auf http://www.rossmann.de/mein-design.html

Der Spaß kostet pro Artikel 2,79.- Euro.

Nach der Bestellung könnt ihr das gute Stück nach Hause liefern (zzgl. Portokosten) oder in der Wunschfiliale hinterlegen lassen.
Ich habe mir meine Seifen und Seifengeschenke direkt in die Filiale liefern lassen. Nach 8 Tagen war meine Sendung zur Abholung bereit.
Die Abholung erfolgte mittels ausgedrucktem Bestellschein und bezahlt habe ich das Päckchen einfach und problemlos an der Kasse.

Seifenspender im minus78 Design


Go, lemmings, go!

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